Textilmotten – Definition und Bekämpfung

Textilmotten – Definition und Bekämpfung

Textilmotten sind Schädlinge, die Kleidung und textile Accessoires nachhaltig zerstören. Wer die Tiere sofort erkennt, effektive Maßnahmen gegen sie einleitet und gezielt vorbeugt, ist ihnen nicht schutzlos ausgeliefert.

Kleidermotten – eine kurze Definition

Wer die Kleidermotten sofort erkennt, hat bessere Chancen, sie schnellstmöglich loszuwerden. Ausgewachsene Motten dieser Art sind maximal zehn Millimeter groß und weisen eine gelbliche bis dunkelbraune Färbung auf. Die Flügel werden zum Fliegen aufgespannt und haben keine bestimmte Zeichnung.

Unterscheiden kann man die Textilmotten von anderen Mottenarten durch die durchgehende Färbung. Sie haben keine Maserung, Punkte oder Linien auf den Flügeln oder dem Rumpf.

Larven der Textilmotten sind maximal achte Millimeter lang. Sie haben einen hellen Körper mit dunklem Kopf. Meistens trifft man sie nicht einzeln an, sondern in der Gruppe.

Die Eier der Kleidermotten sind nur wenige Millimeter groß und daher kaum mit dem bloßen Auge zu erkennen. Sie sind sehr hell und bringen eine raue Oberfläche mit.

So leben die Textilmotten

Die Kleidermotten lieben dunkle, trockene Orte, an welchen Sie sich ungestört ausbreiten können. Die weiblichen Exemplare legen rund 50 bis 250 Eier an ihre Brutstelle ab.

Diese befindet sich in der Regel an Textilien aus Wolle, an Fellen, oder an Pelzen. Sprich: Die Textilmotten nisten sich hauptsächlich in natürlichen, nicht aber in künstlichen Textilien ein.

Die geschlüpfte Larve frisst die Textilien, um genügend Energie für die Weiterentwicklung und das Wachstum zu erlangen. Es dauert rund zwei Monate, bis aus der Larve ein erwachsener Falter entsteht.

Das Problematische an der schnellen Vermehrung und dem rasanten Wachstum der Textilmotten: Sie können innerhalb von einer Saison ganze vier Generationen entwickeln. Darauf erfolgt eine rasche Ausbreitung im Haushalt.

Die ersten wichtigen Schritte gegen Kleidermotten

Im ersten Schritt finden Verbraucher heraus, wo sich die Motten bzw. deren Eier überall aufhalten. Meistens breiten sie sich nicht nur in einem Kleidungsstück oder nur einem Schrank aus, sondern an verschiedenen Stellen. Wer Löcher in Kleidung entdeckt oder Gespinste findet, weiß: Hier befinden sich Motten!

Im nächsten Schritt werden die Motten isoliert, indem die befallenen Räume stets verschlossen bleiben. Gelüftet wird nur noch kurz per Durchzug.

Alle befallenen Kleidungsstücke werden entsorgt. Die Schränke saugen Eigentümer aus, wischen sie und achten auf eine sorgfältige Trocknung. Bei guter Belüftung reicht es, wenn die Schränke offen stehen bleiben, ansonsten hilft der Föhn.

Sämtliche verbleibende Textilien werden gewaschen, um ganz sicherzugehen, dass sich hier keine Larven oder Eier mehr befinden.

Mit Chemie gegen Motten vorgehen

Im Handel gibt es verschiedene chemische Mittel, die effektiv gegen die Textilmotten wirken. Wer allerdings in einem Haushalt mit kleinen Kindern oder Haustieren wohnt, sollte sich von dieser Möglichkeit distanzieren, da die Stoffe meistens giftig sind.

Anti-Mottensprays werden auf die befallenen Bereiche gesprüht. Sie wirken wie Insektizide. Die meisten Produkte sind geruchslos sowie farblos. Hinsichtlich der Wirkstoffe unterscheiden sich die verschiedenen Mittel leicht.

Generell sollten zuerst biologische Mittel ausprobiert werden, weil diese zwar effektiv, aber nicht schädlich sind.

Schlupfwesen gegen Textilmotten – wirksam sowie sanft zu Mensch und Umwelt

Die sogenannten Schlupfwespen sind ein natürlicher Fressfeind der Kleidermotten. Sie nutzen ihren Stachel dazu, um die eigenen Eier in die bereits vorhandenen Motteneier zu legen. Auf diese Weise werden die Textilmotten nach und nach ausgerottet.

Sind keine Textilmotten mehr im Haushalt, verschwinden die Schlupfwespen von ganz alleine. Man muss sich keine Sorgen um einen Befall durch die Nützlinge machen! Meistens dauert eine solche biologische Bekämpfung zwischen 12 und 16 Wochen. Betroffene müssen daher etwas Geduld mitbringen, dürfen sich aber bei der entsprechenden Sorgfalt über einen mottenfreien Haushalt freuen.

Die Schlupfwespen kann man online bei verschiedenen Anbietern kaufen. Meistens werden sie auf kleinen Kärtchen verkauft. Hier sollte man sich genau überlegen, wie viele dieser Produkte man benötigt. Es wird empfohlen, mindestens eine Karte pro Schublade oder Schrankabteil zu kaufen.

Es kann passieren, dass die Schlupfwespen beim ersten Durchgang nicht den gewünschten Erfolg bringen. Meist ist dies dann der Fall, wenn aus falscher Sparsamkeit eine geringere Menge der recht teuren Schlupfwespen bestellt wird. Es gilt dann aber: nicht aufgeben, sondern es noch einmal versuchen – der Umwelt und sich selbst zuliebe.

Vorbeugen kann man den Textilmotten übrigens, indem man nur kurz stoßlüftet und Kleiderschränke regelmäßig kontrolliert.

Fazit: Der Kampf gegen Textilmotten lohnt sich

Wer Kleidermotten in den eigenen vier Wänden entdeckt, sollte keinesfalls tatenlos zusehen, wie sich diese verbreiten. Mit dem Wissen aus obigem Ratgeber gehen Verbraucher effektiv gegen die Schädlinge vor – am besten mit Schlupfwespen.